
Präsident Prof. Ulrich Lehner kann auf ein gutes erstes Halbjahr zurück blicken.
Nahezu alle Produktionsanlagen in Betrieb, die Auslastung stimmt - die chemische Industrie hat sich überraschend schnell von den Folgen des Krisenjahres 2009 erholt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg konnte die Produktion in Deutschlands viertgrößter Branche im ersten Halbjahr 2010 um 13 Prozent an. Zu diesem Ergebnis kommt der Verband der Chemischen Industrie (VCI) nach neusten Zahlen.
Und so so trat der ehemalige Vorstandsschef der Henkel AG & Co. KGaA und jetzige Präsident des VCI, Prof. Ulrich Lehner am Mittwoch gut gelaunt vor die Presse:. „Wir haben gegenüber dem Tiefpunkt der Rezession weiter Boden gut gemacht und sind zuversichtlich, dass es auch in den kommenden Monaten bergauf geht.“
Die eingesetzte Dynamik könnte nach den Worten Lehners in den kommenden Wochen allerdings wieder ins Stocken geraten. Der VCI begründet seine Prognose für eine nachlassende Dynamik mit dem Auslaufen von Konjunkturprogrammen und dem Beginn der Konsolidierung der Staatsfinanzen in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten.
Obwohl die Aussichten nicht mehr ganz so euphorisch sind, zeigt der Blick auf die Umsatzzahlen, dass sich Branche tatsächlich von der Krise erholt hat. So konnte der Gesamtumsatz der deutschen chemischen Industrie in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gegenüber 2009 einen Zuwachs von 16 Prozent auf insgesamt 77,7 Milliarden Euro erzielen. Das Geschäft mit Kunden im Ausland wuchs um 18 Prozent auf 45,9 Milliarden Euro. Der Inlandsumsatz der deutschen Chemieunternehmen legte um 13 Prozent zu und erreichte ein Volumen von 31,8 Milliarden Euro.
Zwar ging die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Chemieindustrie von Januar bis Juni 2010 mit durchschnittlich 414.000 Mitarbeitern leicht zurück (-1,5 Prozent im Vergleich zu 2009), es bleibt dennoch festzuhalten, dass sich der Beschäftigungsabbau im Vergleich zum Vorjahr (-2,9 Prozent) deutlich verlangsamt hat.
Weitere Informationen unter:
www.vci.de
[08.07.2010, ]