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Medizintechnik
Medizintechnik erwartet sechs Prozent Wachstum
Keine Spur von Krise? Laut dem Deutschen Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. (SPECTARIS) hat die deutsche Medizintechnik-Branche im Krisenjahr 2009 mit insgesamt 18,8 Milliarden Euro nur 1,4 Prozent weniger Umsatz verzeichnet als 2008.

Auch die Zahl der Beschäftigten hat sich mit einem Rückgang um knapp ein Prozent als weitgehend stabil erwiesen. „Die Medizintechnik hat sich wieder deutlich konjunkturunabhängiger gezeigt als die meisten anderen Industriezweige“, sagte der Vorsitzende des Fachverbandes Medizintechnik bei SPECTARIS, Ulrich Krauss, am Donnerstag in Berlin. „Für das laufende Jahr sind die Firmen mehrheitlich optimistisch.“

Der Inlandsumsatz der rund 1.200 deutschen Hersteller lag mit knapp 6,6 Milliarden Euro sogar um fast ein Prozent über dem Ergebnis von 2008. Das Minus vor dem Gesamtergebnis ist maßgeblich auf den Rückgang des Auslandsgeschäfts um 2,6 Prozent zurückzuführen. Zwar nahmen die Exporte nach Asien und in den Nahen Osten um jeweils ca. acht Prozent zu, doch die Ausfuhren in die Europäischen Union und nach Nordamerika lagen um zwei bzw. drei Prozent unter dem Vorjahreswert. Noch höher waren die Verluste bei den Ausfuhren nach Mittel- und Südamerika und vor allem nach Russland.

Doch die Branche befindet sich schon wieder im Aufwind, nicht zuletzt aufgrund ihrer guten Eigenkapitalausstattung und der hohen Innovationskraft. In der Medizintechnik fließen rund neun Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung.
Der Verband rechnet für 2010 mit einem Wachstum von insgesamt sechs Prozent auf rund 20 Milliarden Euro. „Davon ausgehend erwarten wir positive Beschäftigungsimpulse und erwarten einen Mitarbeiterzuwachs um ein Prozent“, so Krauss.

Autorin:
VISAVIS-Redaktion Cornelia Hornschild

Weitere Informationen unter:
www.spectaris.de [26.03.2010, ]


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