Im Zentrum für Arthroskopische Chirurgie der HELIOS Kliniken Schwerin ist erstmals eine neue Methode, große Knorpelschäden in Gelenken zu beheben, erfolgreich zur Anwendung gekommen: Dr. Michael Biedermann, Leiter des Zentrums, transplantierte im Labor gezüchtete Knorpelzellen in das Knie eines Patienten.
Ist nach Unfällen oder in Folge von Verschleiß der Knorpel in einem Gelenk geschädigt, kann sich der ursprüngliche Knorpel an dieser Stelle nicht von selbst regenerieren. Patienten mit größeren Schädigungen, zum Beispiel im Kniegelenk, müssen deshalb nach herkömmlicher Therapie mit weiter voranschreitendem Verschleiß und im Ernstfall mit Arthrose rechnen.
Erstmals konnte nun Dr. Michael Biedermann vom Zentrum für Arthroskopische Chirurgie einem Patienten mit einer Knorpelzelltransplantation zu einem wieder dauerhaft funktionstüchtigen Kniegelenk verhelfen: "Während einer Kniegelenksspiegelung entnehmen wir aus einer weniger belasteten Region des Knies kleine Knorpelchips, etwa so groß wie ein Reiskorn", erklärt Dr. Biedermann die Vorgehensweise, "Danach werden die Zellen in einem Speziallabor auf einer Matrix angezüchtet. In einer zweiten Operation können wir schließlich die gezüchteten Zellen passgenau in die geschädigte Stelle einsetzen." Nach anschließender mehrwöchiger Physiotherapie ist das Kniegelenk wieder belastbar.
Doch nicht für alle Patienten ist diese neue Methode geeignet, so Dr. Biedermann: "Es müssen schon spezielle Indikationen vorliegen, bevor ein Fall für die Knorpelzellentransplantation in Frage kommt."
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[28.09.2005, ]