Mehr als ein Drittel der Menschen, so die Ergebnisse der internationalen Green Brands Studie 2010, die Penn, Schoen & Berland Associates, Esty Environmental Partners, Landor Associates und Cohn & Wolfe Public Relations in acht Ländern erhoben hat, hält den Zustand der Umwelt für bedenklicher als die wirtschaftliche Situation. Nur noch 40 Prozent glauben, dass sich der Zustand der Umwelt in die richtige Richtung entwickelt.
Fragt man die Konsumenten danach, wem sie zutrauen, den Umweltschutz auch sinnvoll umzusetzen, fällt die Antwort eindeutig aus: Die Handlungskompetenz nichtstaatlicher Organisationen (NGOs) liegt ungebrochen hoch bei 83 Prozent, während das Vertrauen in die Bundesregierung und Unternehmen auf 37 respektive 41 Prozent gesunken ist. Gleichzeitig sank im Vergleich zum Vorjahr auch das Vertrauen, dass Einzelpersonen erfolgreich zum Umweltschutz beitragen können, mit einem Minus von acht Prozentpunkten auf 52 Prozent.
Dass grüne Punkte gerade in diesen Zeiten sehr beliebt sind, zeigen diese Zahlen. Die Bereitschaft, auch im kommenden Jahr genauso viel oder mehr Geld für grüne Produkte auszugeben, ist in Deutschland unverändert hoch bei 80 Prozent. Denn für fast drei Viertel der Befragten ist es 2010 ziemlich oder sogar sehr wichtig, dass die gekauften Produkte ihre persönliche Wertvorstellung widerspiegeln. Die Umweltfreundlichkeit schneidet als viertwichtigster Kauffaktor gut ab. Es ist jedoch festzuhalten, dass beim Trend zum „Grünsein“ der unmittelbare Nutzen beim Kauf grüner Produkte eine große Rolle spielt. Entsprechend finden sich Lebensmittel (66 Prozent) und Produkte, die Energie und Wasser sparen (65 Prozent) auf der Kaufrangliste ganz oben wieder. Zum Vergleich: Produkte, die zum Beispiel der CO2-Reduktion dienen und keinen unmittelbaren, persönlichen Nutzen für den Konsumenten haben, landen mit 24 Prozent abgeschlagen im hinteren Bereich.
Die Entscheidung, welches grüne Produkt der Konsument kauft, hängt sehr stark vom Siegel des Produktes und der Transparenz in der Kommunikation für grüne Marken ab. Dabei kommt der Information über genaue Angaben zu den Inhaltsstoffen eines Produktes sowie des Herkunftslandes eine besondere Bedeutung zu.
Autor:
VISAVIS-Redaktion Oliver Hammel
Weitere Informationen unter:
www.cohnwolfe.com
[19.06.2010, ]