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themenzeitung

Am 26. und 27. November 2009 im Hotel Vier Jahreszeiten, Westerland/Sylt
Weitere Informationen unter: www.sylter-runde.de



Weitergehende Empfehlungen der Sylter Runde

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Der Medienwandel stellt alle am Prozess Beteiligten vor neue, aber auch vielschichtige Herausforderungen, die nicht nur die zahlreichen Interaktionen im täglichen journalistischen Leben betreffen, sondern auch technologisches Know- How verlangen und auch neue Geschäftsmodelle implizieren, um im harten Wettbewerb der digitalen und klassischen Medien zu überleben. Die Sylter Runde will hierbei Lösungen diskutieren und Ideen umsetzen. Besonderes Interesse gilt dabei der Überwindung gegenüber Hemmschwellen bezüglich der digitalen Welt. Hier sollen dem Medienwandel kritisch gegenüberstehenden Personen neue Wege aufgezeigt und Rollenhilfen gegeben werden. Vor diesem Hintergrund erachtet die Sylter Runde eine deutsche Initiative zur Weiterentwicklung eigener europäischer Plattformen im Internet als sehr förderungswürdig. Der kommunikativen Kolonialisierung durch US-Unternehmen darf nicht tatenlos zugesehen werden.
Für Journalisten sollten Finanzierungsmodelle diskutiert werden, die ihre Position gegenüber den Verlagen und Anbietern verbessern helfen. Ebenso sollten die Vorteile digitalen Arbeitens auch für Journalisten mit Handicaps ausgeschöpft werden.
Mit Hilfe des BMBF soll ein Innovationsforum durchgeführt werden, das die technischen und inhaltlichen Elemente der digitalen Medien vorantreibt Ein Labor für angehende Journalisten könnte sie mit den Besonderheiten digitaler Medien vertraut machen, dies soll sie in die Lage versetzen, mit dem Web 2.0 spezifischen Phänomen „overnewsed but underinformed“ kreativ umzugehen. Ein Fortbildungszentrum könnte aktive Journalisten weiter qualifizieren und sie darin trainieren, Crossover-Trends bei der Mediennutzung aktiv für sich einzusetzen.
Unverzichtbare Elemente eines professionellen Qualitätsanspruchs sind für digitale Medien zu formulieren und müssen durch verbürgte Akzeptanz allgemeingültig gemacht werden.

Für Journalisten werden Tools geschaffen, die ihren journalistischen Arbeitsauftrag best möglichst sichern, die ihrer Bedeutung gemäß Art. 5 GG zukommt.
Generell ist bei diesen neuen Bemühungen zu bedenken, dass die über viele Generationen geschaffene abendländische journalistische Kultur zu bewahren ist – in welchen technologischen Umgebungen auch immer. Ein Rückfall in chaotische Verhältnisse ist zu vermeiden. Mit gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Unterstützung ist eine geordnete journalistische Evolution im ICT-Zeitalter anzustreben.

 


Westerland / Sylt, im November 2009

Martin Gaedke, Chemnitz
Bernhard Haselbauer, Bonn
Hans-Herbert Holzamer, München
Gabriele Lechner, München
Uwe V. Lobeck, Dresden
Wolfgang Rogalski, Berlin
Norbert Szyperski, Köln/Sylt
Marion Charlotte Willems, Bad Homburg
Ute Zacharias, Erfurt

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