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DJ Europas Börsen schließen etwas leichter

DJ Europas Börsen schließen etwas leichter

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen haben am Freitag etwas leichter geschlossen und damit unter Gewinnmitnahmen gelitten. Der besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago und die endgültigen Daten zum US-Verbrauchervertrauen im Juli sorgten allerdings dafür, dass die Verluste nicht zu hoch ausfielen. "Wenn die ISM-Indizes und der US-Arbeitsmarktbericht in der kommenden Woche nicht zu schlecht sind, stehen die Chancen für steigende Kurse gut", prognostizierte ein Händler.

Das US-BIP, das im zweiten Quartal gemäß vorläufigen Schätzung um annualisiert 2,4% gegenüber dem Vorquartal gestiegen ist und damit geringfügig unter den Erwartungen lag, spielte für den Aktienmarkt keine große Rolle, auch wenn gegenüber dem ersten Quartal eine deutliche Wachstumsverlangsamung zu verzeichnen war. "Insgesamt erwarten wir für den weiteren Jahresverlauf aufgrund der nachlassenden Wirkung der Konjunkturpakete und aufgrund der fortgeschrittenen Normalisierung der Lagerbestände eine schleppendere Erholung der US-Wirtschaft", merkte Volkswirtin Fabienne Riefer von der Postbank an.

Der Euro-Stoxx-50 gab um 0,4% oder 11 auf 2.742 Punkte nach, der Stoxx-50 sank um 0,4% bzw 11 auf 2.476. Damit ist die Handelsspanne im Euro-Stoxx-50 von 2.500 bis 2.800 Punkten intakt.

Rohstoffwerte geben nach - Anglo American verfehlt Erwartungen

Die Rohstoffwerte verloren rund 0,4%. Mit den am Morgen veröffentlichten Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr verfehlte Anglo American nach Einschätzung eines Marktteilnehmers knapp die Markterwartung.. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,84 USD je Aktie unterhalb der Schätzung von 1,98 USD, auch das EBITDA verfehlte knapp die Erwartungen. Der britische Bergbaukonzern will aber die Dividendenzahlung wieder aufnehmen. Die Aktie büßte 0,7% auf 2.525 p ein.

Bauwerte sehr schwach - Lafarge-Prognose lässt Kurse bröckeln

Als belastend für Lafarge wie auch den europäischen Bausektor wurde im Handel gewertet, dass der französische Baustoffkonzern mit einer schwächeren Nachfrage nach Zement rechnet. Das Geschäft im ersten Halbjahr wurde von dem harten Winter belastet und kam erwartungsgemäß zurück. Die Umsätze seien im ersten Halbjahr um 3,0% auf 7,712 Mrd EUR zurückgegangen, hieß es vom Unternehmen. Die Aktie gab 3,9% auf 41,80 EUR nach. Der Sektor sank um 1,7%.

Automobilwerte legen zu - Renault überzeugt

Der Automobilsektor gewann dagegen 0,1%. Der französische Autohersteller Renault hatte im ersten Halbjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben und deutlich mehr verdient als erwartet. Von Januar bis Juni schrieb die Renault SA einen Nettogewinn von 780 Mio EUR nach einem Verlust von 2,73 Mrd EUR im Vorjahreszeitraum. Die Aktie gewann 1,8% auf 34,24 EUR. Volkswagen rückten um 0,4% auf 81,31 EUR vor. Mehrere Analysten hatten ihre Kursziele für die Aktien des Automobilherstellers erhöht.

Schneider Elektrik stützt den Technologiesektor

Die Technologiewerte legten 0,2% zu. Der französische Elektrotechnik-Konzern Schneider hatte im ersten Halbjahr den Gewinn mehr als verdoppelt. "Das Unternehmen hat seine Kosten im Griff", hieß es aus dem Handel mit Blick auf die Marge. Nachdem die EBITDA-Marge im ersten Halbjahr deutlich auf 15,2% geschnellt war, erhöhte das Unternehmen seine Margen-Prognose für das laufende Jahr auf 15,5% nach bisher 14%. Schneider legten 2,4% auf 88,50 EUR zur. Dagegen litten SAP unter Anschlussverkäufen und sanken um 1,3% auf 35,04 EUR.

Luxusgüter bleiben gefragt

Der französische Luxusgüterkonzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) übertraf mit seinen Zahlen für das 1. Halbjahr den Konsens der Analystenschätzungen. Im Handel war die Erwartung nochmals gestiegen, nachdem zuletzt schon die Wettbewerber Hermes und LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton gute Zahlen vorgelegt hatten. Daher hielten sich die Gewinne der Aktie von PPR mit 0,3% auf 102,65 EUR in Grenzen. Der Einzelhandelssektor gab um 0,2% nach, wobei Metro sich nach Tagen der Schwäche um 2,3% auf 42,60 EUR erholen konnten.

 
Europäische Schlussindizes am Freitag, 30. Juli 
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.            Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                              stand      absolut         in %          seit 
.                                                               Jahresbeginn 
Europa       Euro-Stoxx-50   2742,14       -10,79         -0,4          -7,6 
.            Stoxx-50        2476,20       -10,59         -0,4          -4,0 
.            Stoxx-600        255,35        -0,91         -0,4           0,9 
Frankfurt    XETRA-DAX       6147,97        13,27          0,2           3,2 
London       FTSE-100        5258,02       -55,93         -1,1          -2,9 
Paris        CAC-40          3643,14        -8,77         -0,2          -7,4 
Amsterdam    AEX              330,64        -1,49         -0,5          -1,4 
Athen        ATHEX-20         826,85       -19,61         -2,3         -26,5 
Brüssel      BEL-20          2517,30       -20,60         -0,8           0,2 
Budapest     BUX            22265,63      -415,76         -1,8           4,9 
Helsinki     OMXH-25         2231,92       -19,23         -0,9           9,8 
Istanbul     NAT30          75911,07     -1285,60         -1,7          13,3 
Kopenhagen   OMXC-20          410,83        -4,23         -1,0          22,0 
Madrid       IBEX-35        10499,80      -159,70         -1,5         -12,1 
Mailand      FTSE-MIB       21021,56       -75,41         -0,4          -9,6 
Moskau       RTS             1479,73       -23,95         -1,6           2,4 
Oslo         OBX              327,73        -3,40         -1,0          -3,4 
Prag         PX              1174,60       -16,80         -1,4           5,1 
Stockholm    OMXS-30         1047,26        -1,75         -0,2          10,0 
Warschau     WIG-20          2474,67        -8,69         -0,3           3,6 
Wien         ATX             2483,86       -22,71         -0,9          -0,5 
Zürich       SMI             6200,78       -19,87         -0,3          -5,3 
.=== 
   DJG/mif/cln 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 30, 2010 12:37 ET (16:37 GMT)

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