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DJ Brüderle sieht Ende der Kurzarbeit - Handelsblatt

DJ Brüderle sieht Ende der Kurzarbeit - Handelsblatt

BERLIN (Dow Jones)--Angesichts der positiven Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt erwartet Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) einen deutlichen Rückgang der Kurzarbeit in deutschen Unternehmen. "Die Zahl der Arbeitslosen könnte demnächst unter drei Millionen rutschen und die Zahl der Kurzarbeiter unter die Marke von 100.000 fallen", sagte Brüderle im Interview mit dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe) laut Vorabmeldung.

Nach Ansicht des Wirtschaftsministers kann die Arbeitslosigkeit in den nächsten Jahren auf ein historisch niedriges Niveau sinken. "Wenn der Trend anhält, und dafür gibt es einige Indizien, halte ich mittelfristig eine Arbeitslosenquote von 4% für Deutschland durchaus für erreichbar. In manchen Regionen haben wir quasi schon Vollbeschäftigung", sagte Brüderle.

Außerdem plant Brüderle dem Blatt zufolge eine Fachkräfte-Initiative, um qualifizierten ausländischen Arbeitnehmern den Zuzug nach Deutschland zu erleichtern. "Mir geht es darum, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, mit dem qualifizierte ausländische Arbeitnehmer nach Deutschland kommen", sagte der Minister. Dazu will Brüderle die Wirtschaftsverbände und auch Wissenschaftler einladen.

"Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren zum Schlüsselproblem für den deutschen Arbeitsmarkt und nicht die Arbeitslosigkeit. Bei drei Millionen Arbeitslosen ist das Problem noch nicht so sichtbar. Aber je länger der Aufschwung anhält, desto größer wird das Problem", sagte der Wirtschaftsminister weiter.

Ein Ansatzpunkt ist nach Ansicht Brüderles "die Reduzierung der Einkommensschwellen" für ausländische Fachkräfte. Auch ein Begrüßungsgeld der Wirtschaft für Gastarbeiter hält der Wirtschaftsminister für möglich. Ausgeschlossen sei dagegen, "dass der Bund mit Steuergeldern Fachkräfte aus dem Ausland den Weg nach Deutschland versüßt".

 
Webseite: www.handelsblatt.com 
 
DJG/kth 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 29, 2010 12:55 ET (16:55 GMT)

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