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Investitionen
Deutsche Immobilien europaweit am meisten gefragt
Vier deutsche Städte sind in den Top 10 der europäischen Immobilienmärkte vertreten. Hohe Renditen und überschaubare Risiken machen München, Hamburg, Berlin und Frankfurt trotz Rezession attraktiv für Anleger.
Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers und das Urban Land Institute (ULI) befragten für ihre Studie „Emerging Trends in Real Estate Europe 2009“ über 500 Experten und analysierten 27 europäische Metropolen.

Die Befragten schätzten dabei die Gewinnchancen im Jahr 2009 als schwierig ein. Dafür werden weiterhin wachsende Risiken erwartet. „Der europäische Immobilienmarkt steht von mehreren Seiten unter Druck. Da Banken kaum noch größere Kredite vergeben und sowohl private als auch institutionelle Investoren vor Neuengagements zurückschrecken, steht zu wenig Kapital für neue Projekte zur Verfügung. Gleichzeitig lässt der Nachfrageeinbruch in vielen Städten die Immobilienpreise fallen“, erläutert Dr. Helmut Trappmann, PwC-Partner und Leiter des Bereichs Real Estate.

Von den Experten meinen rund 80 Prozent, dass in diesem Jahr zu wenig Fremdkapital zur Verfügung steht. 56 Prozent sind der Meinung, dies treffe auch auf das Eigenkapital zu.
In der Folge, so glauben die Fachleute, werden sowohl europäische als auch US-amerikanische Anleger sehr zurückhaltend agieren. Lediglich vom mittleren Osten wird eine leidlich höhere Kapitalbereitstellung als im Jahr zuvor erwartet.

Als beste nichtdeutsche europäische Stadt schneidet Istanbul ab. Die Bosporus-Metropole punktet mit den besten Perspektiven, verliert aber durch ihre schlechte Risikobewertung an Boden. 2008 führte Moskau das Ranking an. Die russische Hauptstadt rutschte aufgrund der höchsten Anlagerisiken auf den sechsten Platz.

München verbesserte sich von seinem letztjährigen vierten auf den aktuellen ersten Platz. Höchstes Renditepotenzial und vergleichsweise geringes Risiko machen vor allem den Markt der Privatwohnungen interessant. Immerhin 50 Prozent der Befragten empfehlen einen Kauf.
Berlin steht unverändert auf dem neunten Platz, während Hamburg von Rang drei auf drei aufstieg. Nur Frankfurt verlor zum Vorjahr – aus Platz sieben wurde der zehnte Platz.
„Die Bankenmetropole Frankfurt bekommt die Finanzkrise zweifellos zu spüren. Nach Einschätzung der Experten ist insbesondere der Markt für Büroimmobilien gesättigt“, meint Trappmann.

Insgesamt aber gewinnt der deutsche Markt im Vergleich an Boden. Dr. Helmut Trappmann fasst das Phänomen zusammen: „Der deutsche Immobilienmarkt gewinnt in der Krise an Attraktivität. Bei akzeptablen Renditen sind die Risiken hierzulande deutlich niedriger als in den Boomregionen früherer Jahre. Die konservative Preisentwicklung in den letzten Jahren schlägt bei uns sehr positiv zu Buche.“

Autorin:
VISAVIS-Redaktion Cathrin Reif

Weitere Informationen unter:
www.pwc.de [03.02.2009, ]


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